Bewegungen verändern, Beweglichkeit gewinnen, Beschwerden beheben

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Machen Sie es anders – oder gewusst wie!

Bewegungen verändern, Beweglichkeit gewinnen, Beschwerden behebenDie einfachsten Ratschläge zur Gesundheitsförderung sind gleichzeitig die schwersten: immer heißt es, man sollte sich mehr bewegen, das fördert Gesundheit in vielerlei Hinsicht. Doch dafür braucht es Zeit, so ein häufig vorgebrachtes Gegenargument. Nicht, wenn man Ismakogie kennt! Ismakogie ist gelebte Anatomie, d.h. wie man sich bewegt, arbeitet, Sport treibt usw.

Wunderbar werden Sie jetzt denken, dann brauche ich ja nichts weiter zu machen. Doch, denn wie Sie etwas machen, lässt sich verändern und damit optimieren. Das ist gelebte Anatomie: Sie bewegen sich in Zukunft so, wie es die menschliche Anatomie vorgibt, d.h. Sie benutzen für eine Bewegung die Muskeln, die dafür vorgesehen sind. Jetzt werden Sie sich fragen, wie das denn (anders) gehen soll, denn Sie sind sicher der Meinung, ziemlich genau zu wissen, wie Sie z.B. Ihren Arm bewegen müssen.

Nehmen wir das als Beispiel: stellen Sie sich vor, Ihr Handy liegt auf dem Tisch, es klingelt und sie greifen danach. Machen Sie es einmal so wie immer und dann noch einmal langsamer und beobachten sich in beiden Situationen dabei. Mit großer Wahrscheinlichkeit geht Ihre Hand als Erstes zielsicher Richtung Objekt, die Finger sind in Erwartung des Greifens leicht gekrümmt. Die Hand zieht den Unterarm mit, eventuell noch den Oberarm und je nachdem, ob das Handy ungünstig oder weiter entfernt liegt, wird auch noch die Schulter mit nach vorne gezogen.

War es bei Ihnen so ähnlich? Haben Sie immer wieder einmal oder sogar öfter Schulter-Nackenprobleme, Kopfschmerzen oder Schmerzen im Ellbogengelenk, Handgelenk, den Fingergelenken? Diese Beschwerden können u.U. Resultat einer Fehlbewegung oder -belastung sein.

Wie wäre die oben beschriebene Bewegung denn günstiger?

Bewegungen des Armes sollten im Schultergelenk beginnen, egal ob Sie etwas ergreifen oder einen Ball werfen möchten. Das heißt der Griff zum Handy sähe so aus: aus dem Schultergelenk wird der Oberarm nach vorne bewegt (dafür brauchen Sie nicht Ihre Schulter anheben oder mit nach vorne ziehen!), Unterarm, Hand und Finger sind dabei (noch) passiv. Anatomisch arbeiten hierfür große Muskeln des Rumpfes und Oberarms. Ist der Arm mit der Hand nahe genug am Objekt, beginnt die Feinabstimmung: die Unterarm-, Hand- und Fingermuskeln reagieren nacheinander, das Handy kann ergriffen werden. Doch Halt: führen Sie jetzt nicht das Handy zum Ohr, indem Sie im Ellbogengelenk einknicken. Lassen Sie Ihre Rückenmuskeln arbeiten: ziehen Sie zuerst den Oberarm zurück zum Körper und führen dann die Hand zum Ohr!

Das hört sich jetzt erst einmal total kompliziert an, ist es in Wirklichkeit aber gar nicht. Mit ein wenig Übung bzw. mit Bewusstheit ausgeführt haben Sie es bald raus –  und für Ihre Muskeln und Gelenke ist es die reinste Erholung.

Dieses exemplarische Beispiel macht deutlich, dass es um Alltagsbewegungen in allen Lebensbereichen geht: im Beruf, der Schule, im Haushalt, beim Sport, in der Freizeit. Viele Bewegungen machen wir vollkommen unbewusst und leider oft so, dass es auf Dauer zu Über- bzw. Unterbelastungen kommen kann.

Nehmen wir nochmal das oben genannte Beispiel: viele Menschen leiden an Schulter-Nackenbeschwerden, eventuell daraus resultierenden Kopfschmerzen, Schmerzen in den Finger-, Hand-, Ellbogen- und Schultergelenken. Nicht selten liegt die Ursache im dauerhaften Fehlgebrauch der Gelenke, was wiederum an einem falschen Einsatz der entsprechenden Muskeln liegt. Feinmotorische Muskeln (Finger-, Hand- Unterarmmuskulatur) werden sozusagen missbraucht für grobmotorische Arbeiten (den Arm bewegen). Dadurch werden bestimmte Muskeln ständig überfordert, andere dagegen permanent unterfordert. Das führt nicht nur zu einem verschobenen Kräfteverhältnis. In der Folge kann es zu Fehlfunktionen und Schmerzen einzelner oder mehrer Gelenke kommen, zu hartnäckigen Verspannungen und Blockaden  im muskulären Bereich, oft treten auch Beschwerden an ganz anderen Stellen des Körpers auf.

Durch dauerhaft optimierte Bewegungsabläufe können Sie nicht nur vorbeugen, sondern bereits bestehende Einschränkungen und Beschwerden verbessern oder ganz beseitigen. Mit Ismakogie haben Sie ein „körpereigenes Werkzeug“, das umzusetzten. Wenn Sie einmal damit begonnen haben, werden Sie im Laufe der Zeit feststellen, dass Ihr Körper auch von selbst reagiert. Das heißt er lässt Sie spüren, was für ihn – und damit für Sie – gut ist, denn dieses Wissen ist in der Anatomie begründet.

Nutzen Sie dieses Potential, Ihr Rücken, Ihre Gelenke, Ihre Füße, Ihr ganzer Bewegungsapparat wird es Ihnen danken.
Christiane Röttger
Christiane Röttger

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