Eltern sind wichtige Begleiter bei der Berufsorientierung

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Eltern sind wichtige Begleiter bei der Berufsorientierung

Wie geht es nach der Schule weiter? Diese Frage beschäftigt Eltern wie Kinder gleichermaßen. Und das zu Recht. Denn ein erfolgreicher Einstieg in das Berufsleben und eine gelungene Berufswahl hängen nicht allein von guten Noten ab. Eine frühzeitige Berufsorientierung und die Unterstützung der Eltern sind oft entscheidend.
Vielen Eltern von Kindern im Teenageralter kommt das sicher bekannt vor. Der Sohn oder die Tochter haben noch keine richtigen Vorstellungen davon, was sie mit ihrem Schulwissen später einmal beruflich anfangen sollen. Ist eine Berufsausbildung der richtige Einstieg oder soll es doch ein Studium sein? Wer frühzeitig die vielen Angebote der Berufs- und Studienorientierung nutzt, kann spätere Enttäuschungen verhindern.

Dass es heute für Schülerinnen und Schüler sehr schwer ist, vor dem Schulabschluss allein den passenden Weg zu finden und die Eltern als Begleiter eine ganz entscheidende Rolle spielen, dazu kommt auch die Vodafone-Studie „Schule, und dann?“, für die Interviews mit 528 Schülerinnen und Schülern und 483 Eltern zum Thema Berufsorientierung durchgeführt worden sind. Viele Schulen bieten daher zunehmend Veranstaltungen und Initiativen an, die Eltern verstärkt bei der Berufsorientierung einbinden (Leitfaden „Eltern erwünscht“ unter www.schulewirtschaft.de). Immerhin gibt es über 300 Ausbildungsberufe und etwa 18.000 Studienangebote.

Berufsorientierung: Frühzeitig die Initiative ergreifen

Es gibt heute zahlreiche Möglichkeiten, sich über Berufe, Studienangebote und Ausbildungsplätze ausführlich zu informieren. Empfehlenswert ist neben Schülerpraktika sowie Besuchen von Jobmessen und Tagen der offenen Tür von Unternehmen, auch das Durchführen von Orientierungstests im Internet (z.B. www.planet-beruf.de/schuelerinnen/meine-talente/interessen-staerken/). Eine zentrale Anlaufstelle ist die Bundesagentur für Arbeit. „Die Berufsorientierung erfolgt primär durch unsere Berufsberater in den Schulen. Ich empfehle den Eltern gerne zusätzlich einen gemeinsamen Besuch mit den Jugendlichen im neuen Berufsinformationszentrum – Main-BiZ – der Agentur für Arbeit. Denn auch dort können Informationen zum Wunschberuf eingeholt werden“, sagt Karl-Heinz Huth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Frankfurt am Main. „Ein persönlicher Beratungstermin bei der Berufsberatung – hier sind selbstverständlich ebenfalls die Eltern willkommen – kann klären, ob die Berufswahl den persönlichen Voraussetzungen und Neigungen entspricht.“

Gute Chancen in der chemischen Industrie

Eine zukunftsorientierte Branche, die vielversprechende Berufsperspektiven bietet, ist die chemisch-pharmazeutische Industrie. Sie ist ein wichtiger Impulsgeber für die deutsche Wirtschaft und ein attraktiver Arbeitgeber – vor allem in Hessen. Hier arbeiten knapp 100.000 Beschäftigte in etwa 300 Chemiebetrieben. Damit ist die Branche der zweitgrößte Wirtschaftszweig in Hessen, dicht hinter der Automobilindustrie. In den nächsten Jahren werden, auch bedingt durch die demografische Entwicklung, viele junge Menschen gesucht, die Spaß an dem MINT (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik)-Bereich haben. Ihnen eröffnen sich optimale berufliche Perspektiven mit deutlich besseren Verdienstmöglichkeiten als in anderen Branchen.
Die Berufe der chemisch-pharmazeutischen Industrie sind vielfältig. In den Bereichen Labor, Produktion, Technik, Verwaltung, Logistik, Sicherheit und Versorgung finden sich rund 50 Berufe. Die Übernahmequoten nach einer dualen Berufsausbildung liegen in dieser Branche bei rund 85 Prozent. Und danach bieten sich während der Berufszeit viele Möglichkeiten der Weiterbildung – entweder über Fortbildungsangebote mit IHK-Abschluss oder über berufsbegleitende Studiengänge.

Provadis, Hessens größtes Ausbildungsunternehmen und zweitgrößte duale Hochschule am Industriepark Höchst, bietet zur Orientierung in der chemisch-pharmazeutischen Industrie ein umfangreiches Programm für Eltern und Schüler an: vom Tag der offenen Tür, über Berufsorientierungstage, MINT-Feriencamps und -Workshops bis zu Bewerbungstrainings und Schnuppertests. Wer sich genauer informieren möchte, findet unter www.provadis.de alle Daten und Termine. „Frühzeitige Berufsorientierung ist der Schlüssel zum Erfolg für einen gelungenen Berufseinstieg“, sagt Dr. Karsten Rudolf Bereichsleiter Bildungs- und Forschungsprojekte/Marketing Provadis Gruppe. „Weil wir im Dialog mit Eltern immer feststellen, dass hier eine praxisorientierte, branchenbezogene Hilfestellung gewünscht wird, haben wir einen Elternratgeber Berufsorientierung entwickelt. Er enthält wertvolle Adressen und Tipps und viele Infos über berufliche Chancen in der Chemischen Industrie.“

Red.: Provadis
Foto: auremar/fotolia.com

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