Qualität der Bildungsdienstleister in der Qualifizierung

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Als Bildungsunternehmen Qualität zeigen und Zielgruppen erreichen

Qualität der Bildungsdienstleister in der Qualifizierung Wissen ist längst zum entscheidenden Faktor für Wirtschaftswachstum und Wohlstand geworden. Bildung und Qualifikation sind Grundbausteine für die persönliche Weiterentwicklung im Beruf und im Privaten. Maßgeblich für den Erfolg ist jedoch die Qualität der Weiterbildung. Aber woran erkennen Bildungsinteressierte die Qualität eines Angebotes? Und wer legt überhaupt fest, was gut oder weniger gut ist? Gibt es so etwas wie einen „TÜV“ für Weiterbildung?

Wie bei vielen komplexen Sachverhalten helfen auch in der Weiterbildung Standards, um einheitliches Arbeiten und Vergleichbarkeit möglich zu machen. Nicht Gleichmacherei, sondern das Erkennen, Messen und Sichtbarmachen von Qualität ist das Ziel des Vereins Weiterbildung Hessen e.V. Dieser hat für hessische Einrichtungen der Bildung und der Beratung unter anderem das Gütesiegel „Geprüfte Weiterbildungseinrichtung“ entwickelt.

Qualität weiterentwickeln heißt sich von anderen abheben

Qualität der Bildungsdienstleister in der Qualifizierung Welchen Nutzen hat eine solche Zertifizierung für Unternehmen der Bildungswirtschaft? Kleine oder mittelgroße Unternehmen setzen beim Thema PR und Öffentlichkeitsarbeit nicht unbedingt auf kostspielige Kampagnen, sondern finden andere Wege, um ihre Leistung zu kommunizieren. Ulla Blohberger, Inhaberin der PCS Akademie in Groß-Gerau, sieht das Gütesiegel von Weiterbildung Hessen e.V. als Marke, mit der man aktiv werben kann: „Mit einem dokumentierten Qualitätsmanagement und Zertifizierungen wie dem Siegel von Weiterbildung Hessen e.V. können wir Kunden und Interessenten zeigen, dass wir uns einer hohen Qualität verpflichtet haben. Das schafft Vertrauen und ist eine gute Basis in Gesprächen mit Weiterbildungsverantwortlichen in Unternehmen und Organisationen.“

Qualität der Bildungsdienstleister in der Qualifizierung Da die Aufnahme einer Fortbildung meist mit hohem Zeit- und Kostenaufwand verbunden ist, prüfen Personalverantwortliche und Privatpersonen im Entscheidungsprozess die Rahmenbedingungen ganz genau. Ist das Angebot transparent und verständlich dargestellt? Sind die vermittelten Inhalte aktuell und im Berufsleben verwendbar? Auch die Infrastruktur des Anbieters sowie Erfahrung mit Förderprogrammen spielen eine Rolle bei der Entscheidung. Weiterbildner/innen, die diese Faktoren bei der Angebotsplanung berücksichtigen, agieren erfolgreicher am Markt. Sie sind innovativ, entwickeln sich stetig weiter und sind verlässliche Partner für Kunden und öffentliche Stellen. In das Zertifizierungsverfahren von Weiterbildung Hessen e.V. werden diese Punkte mit einbezogen. Kursanbieter mit dem Siegel „Geprüfte Weiterbildungseinrichtung“ besitzen somit ein Alleinstellungsmerkmal und heben sich auf dem Bildungsmarkt positiv ab. Ulla Blohberger führt noch einen weiteren Vorteil an: „Der Aufwand für das Zertifizierungsverfahren ist deutlich geringer als bei vielen anderen Qualitätsmanagementsystemen.“

Zertifizierung zahlt sich in barer Münze aus

Das Gütesiegel ist für verschiedene Förderprogramme anerkannt wie den Bildungsgutschein, das Aufstiegs-BAföG sowie für Integrationskurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und Projekte des Europäischen Sozialfonds (ESF). Zertifizierte Bildungsanbieter erhalten die Mitgliedschaft im Verein und profitieren von dessen Angeboten. Durch verschiedene Veranstaltungs- und Fortbildungsformate sowie in Arbeitskreisen und Foren bekommen die über 300 Mitglieder Impulse für ihre Arbeit und zur Steigerung ihrer Qualität. Der Verein bietet zusätzlich über verschiedene Medien ausgewählte Neuigkeiten aus Wissenschaft, Bildungspraxis, Politik und Kultur, die für Bildungsschaffende interessant sind. Und mit dem kostenfreien Eintrag im Kursportal Hessische Weiterbildungsdatenbank veröffentlichen Mitglieder ihre Angebote auf mehreren Portalen gleichzeitig und erzielen so eine hohe Trefferquote bei Weiterbildungssuchenden in Hessen.

Mit wenigen Schritten zum Gütesiegel

In einem Informationstermin mit den Ansprechpartnern/innen des Vereins können Bildungsanbieter unverbindlich klären, welche Voraussetzungen gegeben sein sollten und wie die nächsten Schritte hin zur Zertifizierung aussehen. Sind Mitgliedschaft und Zertifizierung beantragt, unterstützt Weiterbildung Hessen e.V. die Institution bei der Vorbereitung auf die „Begutachtung“, einen zentralen Bestandteil der Zertifizierung. Eine Gutachterin oder ein Gutachter prüft schließlich bei einem Ortstermin, ob das Bildungsinstitut die Qualitätskriterien und –standards des Vereins erfüllt bzw. in welchen Bereichen nachjustiert werden sollte. Diese auch Audits genannten Termine sind ein Austausch auf Augenhöhe, mit dem Ziel, die Qualität der Bildungsinstitution weiterzuentwickeln.

Im Detail werden diese Bereiche überprüft:

  • Organisation und Rahmenbedingungen (Transparenz, Kommunikation, Qualitätsmanagement)
  • Personal (Qualifikation, Personalentwicklung)
  • Infrastruktur (räumliche und sachliche Ausstattung)
  • Bildungsveranstaltung (Entwicklung, Planung und Evaluation der Angebote)
  • Teilnehmerorientierung und Verbraucherschutz (Transparenz, Kündigungsschutz)

Sind die Qualitätskriterien erfüllt, trägt die Institution für drei Jahre das Gütesiegel „Geprüfte Weiterbildungseinrichtung“ und erhält die Mitgliedschaft im Verein Weiterbildung Hessen e.V.

Mehr Informationen

Jennifer Tork
Wissenschaftl. Mitarbeiterin Mitgliederservice
Weiterbildung Hessen e.V.
Telefon: 069 5979966-10
E-Mail: tork@wb-hessen.de
Web: www.wb-hessen.de

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Kerstin Zappe

Kerstin Zappe

Projektleiterin bei Weiterbildung Hessen e.V.
Kerstin Zappe arbeitet seit knapp 20 Jahren für die Bildungsbranche. Sie hat eine kaufmännische Ausbildung und ein nebenberufliches Studium der Medienwirtschaft absolviert und ist seit März 2015 Projektleiterin bei Weiterbildung Hessen e.V. in Frankfurt am Main. Dort verantwortet sie die Hessische Weiterbildungsdatenbank sowie die Öffentlichkeitsarbeit.
Kerstin Zappe