Lieber „Stadtgrün“ statt grau – das macht Ihre Stadt liebenswert

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Lieber „Stadtgrün“  statt grau – das macht Ihre Stadt liebenswert

Grün- und Wasserflächen, begrünte Straßen und Plätze sowie Parks und Gärten sind häufig die attraktivsten Bereiche einer Stadt, in denen sich die Bewohnerinnen und Bewohner am wohlsten fühlen.

Von enormer Bedeutung sind diese Flächen aber auch um die bereits heute spürbaren Auswirkungen des Klimawandels abzufedern. Mit dem Programm ‚Zukunft Stadtgrün‘ verknüpft das Hessische Umweltministerium die Stadtentwicklung mit der Grünentwicklung. „Allein in diesem Jahr unterstützen wir hessische Kommunen mit 7,6 Millionen Euro um mehr und qualitativ hochwertigere grüne Infrastruktur zu gestalten“, sagte Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz.

Bund und Länder legen in diesem Jahr erstmals das neue Städtebauförderungsprogramm auf. In dem Programm soll die Stadtentwicklung vom Grün her gedacht werden. Denn, so die Ministerin: „Stadtgrün macht Quartiere lebenswert! Es bietet Raum für Erholung und Gesundheit aller, schafft Identifikationsorte sowie Ziele für Besucher.“

Priska Hinz führte aus: „Die Anpassung an den Klimawandel erfordert deutlich mehr Grün in der Stadt. Vegetation mindert durch Verschattung die Hitzebelastung in urbanen Quartieren.

Zudem leisten Wasserflächen durch die Verdunstungskühle und unversiegelte Flächen durch eine verbesserte Versickerung der Regenfälle einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und steigern die Aufenthaltsqualität.

Gerade angesichts der gewünschten Innenentwicklung für mehr Wohnraum ist die Förderung der nachhaltigen Qualität und Ausstattung von allen Quartieren mit Stadtgrün von großer Bedeutung.“

Neben der Herstellung, Qualifizierung und Vernetzung von Grünflächen bildet die biologische Vielfalt einen Programmschwerpunkt, denn gerade Städte sind ein wichtiger Lebensraum für Flora und Fauna. Schließlich soll das Programm einen Beitrag zu Stärkung urbaner Gärten leisten. Insbesondere Kleingärten, Mieter- und Gemeinschaftsgärten, und Kitagärten sollen gefördert werden. Die Ministerin ist sich sicher: „Hiervon wird auch die Umweltbildung profitieren.“

Mögliche Ziele für nachhaltige Stadtentwicklung in Kommunen:

Folgendes soll erreicht werden:

  • Erhöhung der Durchgrünung durch Schaffung neuer Wegebeziehungen und Plätze (Verbindung Stadt und Landschaft).
  • Stärkung der räumlichen Verbindungsstrukturen/-achsen zwischen historischen Alten Ortskernen und dem neu entstehenden urbanen Gebiet.
  • Barrierefreie Umgestaltung öffentlicher Straßen, Wege und Plätze.
  • Erstellung einer Stadtklimakarte.
  • Begrünung von Straßen, Wegen, Plätzen und Dächern.
  • Stärkung des Stadtbildes mit den Maßnahmen von Stadtgestaltung, Stadterneuerung.
  • Stärkung des Radverkehrs, ÖPNV, Nahmobilität, E-Mobilität.
  • Stärkung des Stadtzentrums (Stärkung des Einzelhandels, Verbesserung der Nahversorgung sowie der sozialen und kulturellen Infrastruktur – „Neue Mitte“).
  • Städtebauliche Neuordnung zur Reaktivierung von Brachflächen zu einem Gebiet für Arbeiten und Wohnen.
Eine weitere Förderchance für hessische Kommunen

„Wir wollen, dass Stadt und Grün gemeinsam geplant werden, damit die Entwicklung unserer Städte und Gemeinden zukunftsfähig wird. Hierbei soll das neue Förderprogramm modellhafte Maßnahmen unterstützen“, betonte Priska Hinz. Anträge auf Programmaufnahme können bis zum 18. August 2017 an die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen gerichtet werden.

Klaus Reinhardt,
Neu-Isenburger Extrablatt

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