DSGVO: Abmahnwelle wegen Fotos unwahrscheinlich?

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DSGVO: Abmahnwelle wegen Fotos unwahrscheinlich?

Ein Gespenst treibt sich um und das heißt DSGVO! Wird hier mit der Angst von Unternehmen und Privatleuten Geld gemacht? Die Unsicherheit könnte kaum größer sein. Ich persönlich habe schon mit vielen frustrierten Kleinunternehmern gesprochen, die verärgert ihre Webseite abschalten wollen und generell an das Aufhören denken bei soviel Regulation und Willkür. Viele versteckte Fallen, so ist das Thema Bilder und der Umgang damit ein weiterer Unsicherheitsfaktor. Mein Vorschlag ist jedoch sich nicht einschüchtern zu lassen, sondern das Wesentliche zu tun und den Rest nach und nach anzugehen und dabei die Chance nutzen sich und sein Unternehmen neu zu positionieren und erfolgreich aus dieser vermeintlichen „Pflicht und Bürde“ herauszukommen.

Aus aktuellem Anlass zitieren wir aus dem Fundstück vom Heise Verlag, bei dem es sich um das Fotografieren dreht. Den vollen Artikel gibt es hier.

Große Unsicherheit

Wie verhält sich also die DSGVO zum Kunsturhebergesetz nun wirklich? „Das ist die Kernfrage, um die sich derzeit alles dreht“, schreibt die Anwaltskanzlei Wilde Beuger Solmecke. Wegen noch fehlender Rechtsprechung bleibe eine große Unsicherheit. Die wiederum könne Grund genug sein, dass sich vor allem Abmahn-Anwälte kräftig die Hände reiben dürften.
Doch dass Fotografen ab dem 25. Mai eine massive Abmahn-Welle drohen könnte, hält Günter Roland Barth, Wettbewerbs-Experte bei der Kanzlei Clifford Chance für ausgeschlossen. „Abmahnanwälte lauern nicht wie die Geier, weil der neue europäische Rechtsrahmen keine Grundlage dafür bietet“, sagte Barth der dpa. „Die Panik ist völlig unbegründet.“ Die DSGVO sehe vor, dass lediglich die Aufsichtsbehörden, unmittelbar Betroffene sowie gemeinnützige Vereine wie etwa die Verbraucherzentrale gegen mögliche Verstöße vorgehen dürften. Das sei sehr weise gelöst.

Fazit: Letztlich bleibe zu hoffen, dass am Ende nichts so heiß gegessen wie gekocht werde und die Behörden und Gerichte in die erhitzte Diskussion um KUG und DSGVO schnell Ruhe bringen werden, schätzt die Medienrechtskanzlei Wilde Beuger Solmecke.
(Renate Grimming, dpa) / (olb)

Red.: LLL/Dieter Fuhrländer
Foto: pixabay

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