Plastische Kunst

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In den vergangenen Ausgaben von LLL haben wir ihnen bereits verschiedene Arten der Kunst vorgestellt, darunter zum Beispiel die Fotografie und das Malen. Diesmal wird es etwas „greifbarer“: Bei der plastischen Kunst entstehen dreidimensionale Kunstwerke aus den unterschiedlichsten Materialien.

Beim Endprodukt ist zu unterscheiden zwischen einer Plastik und einer Skulptur. Während bei einer Skulptur die gewünschte Figur aus dem ursprünglichen Material, z.B. Holz oder Stein, geschlagen wird, werden bei einer Plastik Materialien wie Bronze, Ton oder Stahl verwendet und die Figur daraus gegossen bzw. geformt. Weitere Möglichkeiten zur Erstellung einer Plastik gehören zum sogenannten „Mechanischen Verband“. Darunter fallen alle Arten von Schweißtechniken, aber auch die Arbeit mit Nieten und Schrauben.

Alles ändert sich

Die plastische Kunst gibt es bereits seit dem Altertum. Damals war sie besonders im alten Griechenland, dem Abendland und Altägypten sehr beliebt und erlebte in der späten Romantik eine erneute Hochphase in Europa. Während der italienischen Renaissance war Michelangelo einer der Vorreiter, der sich vor allem mit Bildhauerei beschäftigte und als maßgeblich für die Entwicklung der plastischen Kunst Europas wurde. Heute sind Plastiken und Skulpturen aus Museen und Ausstellungen nicht mehr wegzudenken. Allerdings hat sich die Begrifflichkeit vor allem im Laufe der letzten Jahre verändert; durch den Einsatz von Computertechnik und bestimmten Fotografietechniken ist der Ausdruck „Plastik“ nicht mehr so klar umrissen wie früher.

Therapeutisch hilfreich

Auch bei verschiedenen Therapiemethoden wird die plastische Kunst heutzutage eingesetzt. Das hat viele Gründe: Die Figur entsteht zunächst im Kopf und muss dann plastisch umgesetzt werden. Dafür muss das Material, vorrangig Ton, sachgerecht vorbereitet werden, um weich und formbar zu werden. Beim Gestalten ist ein hohes Maß an Konzentrationsfähigkeit von Nöten, ebenso eine starke räumliche Vorstellungskraft. Am Ende entsteht ein selbstgeschaffenes Kunstwerk; der Künstler ist stolz auf seine Arbeit und erfreut sich an der Figur. So werden verschiedene Sinne angesprochen, trainiert und mit einem Erfolgserlebnis verbunden.

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