Christiane Röttger: Beckenboden & Rückengesundheit

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Christiane Röttger: Beckenboden & Rückengesundheit

Schwerkraft und Bauchinhalt drücken permanent auf die Beckenbodenmuskeln. Eine feste Beckenbodenmuskulatur verhindert nicht nur Inkontinenz, sondern unterstützt und entlastet die Wirbelsäule und fördert damit eine gesunde aufrechte Haltung. Nicht zuletzt verhelfen gut trainierte Beckenbodenmuskeln zu mehr Freude beim Sex.

Beckenbodenübungen sind minimalistisch und erfordern Übung im Erspüren des eigenen Körpers, da die Beckenbodenmuskulatur eine tief liegende Muskelgruppe ist. Die Muskeln, die den Beckenboden nach unten verschließen, bilden sozusagen eine muskuläre Hängematte. Auf dieser ruhen die Bauchorgane, Eingeweide, die Harnblase sowie die inneren Geschlechtsorgane. Schwachstellen in diesem starken Muskelgeflecht sind die Durchtrittstellen der Harnröhre und des Analkanals (Endstück des Mastdarms) sowie die Vagina bei Frauen.

Beckenbodenübungen machen für jeden gesunden Menschen Sinn, dienen sie doch der allgemeinen (Muskel-) Kräftigung, der Haltungskontrolle und –stabilisierung im Sinne einer Vorbeugung und zur Rückengesundheit.  Treten schon Beschwerden in Form von Harninkontinenz und Wirbelsäulenproblemen (bei Mann und Frau), Senkungen oder Vorfall der Bauchorgane bei Frauen oder Sexualprobleme auf, kann man über gezieltes Muskeltraining sowie Haltungsverbesserung direkten Einfluss nehmen.

Für einen stabilen und gut funktionierenden Beckenboden sind alle Bauchmuskeln, das Zwerchfell und der große Hüftbeuger von großer Bedeutung.  Allein schon durch bewusstes Atmen oder aufrechtes Sitzen werden alle beteiligten Muskelgruppen gekräftigt, und das ohne dass irgendjemand etwas davon bemerkt. Darüber hinaus steht die Beckenbodenmuskulatur in enger Beziehung zu den Fuß- und Mundbodenmuskeln. Will man ein Doppelkinn vermeiden, trainiert man den Beckenboden!

Ismakogie-Übungen wirken wie ins Wasser geworfene Kiesel: ihre Wirkung breitet sich wellenförmig durch den ganzen Körper aus, bis ins Gesicht, bis in die Füße. Die Erklärung dafür sind die Muskelketten. Ein Muskel arbeitet nie alleine, Muskeln sind miteinander „verkettet“ und ermöglichen nur gemeinsam eine Bewegung. Verändert ein Muskel seine Spannung, wird dies „weitergereicht“ an andere, die Kette reagiert, und das sowohl im Positiven wie im Negativen. Eine funktionstüchtige Beckenbodenmuskulatur unterstützt z.B. im positiven Sinne eine gute und unangestrengte Sitzhaltung, ein schwacher Beckenboden dagegen hat negative Auswirkungen beispielsweise auf die Beckenstellung und damit auf die Sitzhaltung.

Aktives Beckenbodentraining hilft bei Haltungsschäden und Rückenschmerzen, unterstützt allgemein die Rückengesundheit, verhilft zu einer gesunden Körperstatik und damit einer Entlastung der Wirbelsäule und Bandscheiben. Die Sitzhaltung – nicht zuletzt im Arbeitsalltag – wird verbessert, die Atmung vertieft sich und reagiert situationsgerecht. Letzteres hat u.a. positiven Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit und senkt den Stresslevel.

Mit der Methode Ismakogie lässt sich Beckenbodentraining vollkommen unauffällig in den Alltag integrieren. Das Wissen über Fuß- und Körperhaltung, der Einsatz der Füße und Bodenkontaktpunkte sowie die ökonomische Nutzung der Muskulatur sind dabei einige Faktoren.  Man kann immer und überall etwas für sich und seine Haltung (und damit für den Beckenboden) tun, man muss nur daran denken!

Und das Denken unterstützt jede Handlung, auch nur vorgestellte/imaginierte: Stellen Sie sich vor, Sie haben eine dicke Zitronenscheibe im Mund und beobachten nun die Reaktionen Ihres Körpers – spüren Sie unter anderem Ihren Beckenboden?

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Christiane Röttger
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