Author: Dr. Karsten Rudolf

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Nachhaltigkeit in der Berufsausbildung etablieren

Nachhaltigkeit in der BerufsausbildungDie Themen Nachhaltigkeit und Verantwortung für Menschen und Ressourcen gewinnen als überfachliche Qualifikationen auch in der Berufsausbildung zunehmend an Bedeutung. Die Chemiebranche geht dabei mit vielen Initiativen und Projekten voran, um das Bewusstsein für diese Themen bereits in der Ausbildung zu verankern. Auf Initiative von Provadis, Hessens größtem privaten Aus- und Weiterbilder mit eigener Hochschule, wurde jetzt das Projekt ANLIN zur Entwicklung eines Qualifizierungskonzeptes in Kooperation mit Partnern aus der Bildung sowie der Verbände und Unternehmen der Chemischen Industrie gestartet. Auf  www.provadis/themenwelten.de  werden die Eckpunkte von ANLIN vorgestellt. → mehr lesen

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Provadis: nachhaltiger Lernort

Beitrag im HessenChemie-Blog

(Gastautoren: Dr. Karsten Rudolf, Marny Schröder)

nachhaltiger Lernort - Nachhaltigkeit in der Berufsausbildung

Schon seit einiger Zeit beschäftigen wir uns bei Provadis in der Ausbildung mit dem Thema Nachhaltigkeit. Über einige Projekte haben wir genau an dieser Stelle bereits berichtet. Jetzt können wir das ganze Thema noch viel „nachhaltiger“ angehen: Das Bundesinstitut für Berufliche Bildung hat grünes Licht gegeben für das Projekt „Ausbildung fördert nachhaltige Lernorte in der Industrie“ (ANLIN), das Provadis gemeinsam mit den Kooperationspartnern Qualifizierungsförderungswerk Chemie (QFC) aus Halle, dem Bildungszentrum für Beruf und Wirtschaft (BBW) aus Wittenberg und dem Institut für nachhaltige Berufsbildung & Management Services (INB) aus Hannover beantragt hat. Diese Entscheidung bildet für uns eine wichtige Grundlage für das Weiterentwickeln unseres Engagements im Sinne der nachhaltigen Bildung.
Das Ziel des am 1. Juni gestarteten Projekts: Zum einen wollen wir die Verbundausbildungsträger und die beteiligten Partnerbetriebe in den beiden Ausbildungsverbünden unter Beteiligung von Ausbildern/innen und Auszubildenden zu nachhaltigen betrieblichen Lernorten weiterentwickeln und verstetigen. Zum anderen sollen Modellversuchsergebnisse im Rahmen der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen, Chemie-Arbeitgeberverband, IG BCE, VCI, IHK und Berufsschule strukturell im System der beruflichen Bildung verankert werden.
Doch was ist eigentlich ein nachhaltiger Lernort, wie unterscheidet er sich von anderen und wie kann man mit möglichen Widerständen umgehen? Eine unserer Aufgaben wird es sein, ein projektübergreifendes Indikatoren-System zu entwickeln, das genau diese Fragen berücksichtigt und darauf Antworten findet. Im Juni dieses Jahres hat ein erstes Kick-off-Meeting mit allen Partnern stattgefunden, bei dem die Kooperationsvereinbarung finalisiert wurde. Auf der Agenda stehen nun folgende  Produkte, die entwickelt, erprobt und beschrieben werden sollen: ein Leitfaden zur nachhaltigen Entwicklung von Lernorten der beruflichen Bildung, ein Konzept zur Qualifizierung des betrieblichen Ausbildungspersonals, eine mehrstufige Qualifizierung von Auszubildenden sowie ein Verbreitungskonzept nebst Handlungsempfehlungen.

Viele Ideen im Köcher

Wir bei Provadis sind davon überzeugt, dass durch die Erfahrungen mit unseren bisherigen Nachhaltigkeitsprojekten bestens auf diese umfangreiche Herausforderung vorbereitet sind. Das Thema Nachhaltigkeit ist aber nicht nur für uns, sondern zunehmend in allen Industriebetrieben ein wichtiges Thema. Bei den Verbundausbildungsträgern Bildungszentrum für Beruf und Wirtschaft, Wittenberg, und bei uns werden Ausbilder/innen in Train-the-Trainer-Workshops weitergebildet und auf ihre Tätigkeit als Multiplikatoren/innen für Nachhaltigkeit in der Ausbildung vorbereitet. Wir werden Qualifizierungsbausteine für Auszubildende ausgewählter Berufsgruppen entwickeln und erproben. Ergänzend werden Handreichungen für fünfminütige „CSR-Talks“ und E-Learning-Module erarbeitet, anhand derer Ausbilder/innen Nachhaltigkeitsthemen auch zwischen den Qualifizierungsbausteinen behandeln können. In Form von Nachhaltigkeitserkundungen und daraus entstehenden Verbesserungsvorschlägen tragen die Auszubildenden zur nachhaltigen (Um-)Gestaltung ihrer Lernorte bei. Um Transparenz zu schaffen, um die notwendige Unterstützung zu erhalten und Erfahrungen aus verschiedenen Stakeholder-Bereichen einzubinden, wird an beiden Standorten – aber auch standortübergreifend – eng mit Vertretern/innen von Unternehmen, Berufsschule, Kammern, Gewerkschaften und den Chemieverbänden zusammengearbeitet. So trägt das Projekt auch zur Initiative Chemie³ der chemischen Industrie bei.

Das Ausbildungsteam und wir freuen uns auf die dreijährige Projektarbeit und sind uns sicher, dass wir in 2019 konkrete und erprobte Lösungen für die Ausbildung im Sinne der Nachhaltigkeit in der Industrie haben werden.

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Nachhaltigkeit in der Berufsausbildung – mit Siegel!

Beitrag im HessenChemie-Blog (Gastautor: Dr. Karsten Rudolf)

Nachhaltigkeit in der BerufsausbildungWie heißt es so schön: Gelebte Qualität ist die Beste! Und das gilt selbstverständlich im Privaten genauso wie im beruflichen Umfeld. Doch wie kann ich diese gelebte Qualität überzeugend nach außen tragen und wie gegenüber Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit dokumentieren? Eine anerkannte Methode dafür sind Qualitätssiegel. Seit vielen Jahren wird die Qualität in Unternehmen über Audits geprüft und das Qualitätsmanagement durch Zertifizierungen bestätigt.

DIN EN ISO 9001, 14001 und noch mehr?

Auch wir bei Provadis haben bereits Zertifizierungsprozesse nach DIN EN ISO 9001 und 14001 oder nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) durchlaufen. Braucht man dann noch ein zusätzliches Qualitätssiegel für Nachhaltigkeit? Steht doch Bildung selbst schon für Nachhaltigkeit! Da wir keine „Siegeljäger“ sind, haben wir zunächst sorgfältig geprüft, ob wir das Qualitätssiegel Q3SQ – ein neuer Qualitätsstandard für soziale und nachhaltige Qualifizierung (Quality Standard for Social and Sustainable Qualification) des Qualifizierungsförderwerks Chemie GmbH (QFC) – anstreben sollen. Denn der Prozess bindet ja auch Arbeitskraft in der Organisation.

Daher gaben wir vor dem Entschluss, uns um das Siegel zu bewerben, eine Analyse bei unserem Qualitätsmanagementbeauftragten Günter Schwarz in Auftrag. Das Ergebnis war, dass das Q3SQ-Siegel unsere bisherigen Zertifizierungen nicht doppelt, sondern sinnvoll ergänzt.

Doppelte Prüfung oder sinnvolle Ergänzung?

DIN-, AZAV- und Q3SQ-Zertifizierung im Vergleich:

Nachhaltigkeit in der Berufsausbildung
Abb. 1: Zertifizierungen im Vergleich Quelle: Provadis / eigene Darstellung

Das Fazit unseres QM-Beauftragten lautete: „Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 und 14001 basieren auf den Elementen: Kundenorientierung, Führung, Ressourcenbereitstellung, Fähigkeit und Schulung, Prozess- und Systemorientierung, Messung und Analyse von Kennzahlen, kontinuierliche Verbesserung, Lieferantenbeziehung, Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie Arbeits- und Anlagenschutz. Diese Elemente sind zu dokumentieren und Audits nachzuweisen. Die AZAV-Zertifizierung verlangt zusätzlich zu der DIN EN ISO 9001 die Dokumentation und den Nachweis, dass die Organisation entsprechende Methoden und Maßnahmen zu arbeitsmarktlichen Aspekten einsetzt. Die Anerkennung als Mitglied (nicht Zertifizierung) von Weiterbildung Hessen e.V. legt Schwerpunkte auf der Qualität der Bildungsarbeit. Die Q3SQ-Zertifizierung verlangt zusätzlich zu der DIN EN ISO 9001 und 14001 die Dokumentation und den Nachweis, dass die Organisation, die Umsetzung der Sozial- und Umweltstandards u.a. der Vereinten Nationen beachtet und aktiv unterstützt. Anschaulich stellt das auch die von Herrn Schwarz zusammengestellte Tabelle dar (Abb. 1).

Unsere Entscheidung für das Audit und das neue Gütesiegel war also begründet durch seine Vorteile für uns als Bildungsdienstleister: Abgesehen davon, dass es unser Projektengagement im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) unterstreicht bzw. erweitern hilft und unsere Bildungsarbeit bereichert, profitieren davon unsere Unternehmenskunden. Denn mit unserem umfangreichen Aus- und Weiterbildungsangebot tragen wir erheblich dazu bei, Beschäftigte auf die zukünftigen Anforderungen, Herausforderungen und Veränderungen globaler Märkte und Gesellschaften vorzubereiten und sie darin zu schulen, zum wertschöpfenden und wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltigen Erfolg ihres Unternehmens beizutragen. Dieser durch Q3SQ geprüfte Qualitätsstandard bei Provadis kann nun durch unsere Kunden, die CSR in ihrer Lieferkette leben, auch für ihre eigene CSR-Berichterstattung genutzt werden.

Das neue Q3SQ-Gütesiegel orientiert sich an international anerkannten Prinzipien und Initiativen, wie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der Agenda 21 für eine nachhaltige Entwicklung und des Global Compact der Vereinten Nationen, der Responsible Care Initiative der Chemischen Industrie sowie dem Berichtsstandard der Global Reporting Initiative.

Bestandsaufnahme: Checklisten und was wir machen

Für die Zertifizierung haben wir entsprechende Checklisten durchgearbeitet und Unternehmenskennzahlen zusammen getragen. Dabei wurde uns vieles, was wir heute schon zum Beispiel im sozialen Bereich umsetzen und was für uns selbstverständlich geworden ist, neu bewusst. So ist die gelebte Sozialpartnerschaft und auch die Tarifbindung für uns ebenso selbstverständlich wie die Einbindung und umfassende Information der Mitarbeiter in wichtigen strategischen Entscheidungsprozessen.

Nachhaltigkeit in der Berufsausbildung
Abb.2: Beispiele anhand der 12 Leitlinien der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³ / Provadis

Wir engagieren uns aber auch schon seit langem als guter Nachbar im Umfeld des Industriepark Höchst, unterstützen als Sponsor Sportevents und viele kulturelle Veranstaltungen der Region. Darüber hinaus bieten wir verschiedene Praktika und Informationsprogramme für Schulen im Umfeld an und gestalten für zahlreiche Partner aus Kommune, Land, Bund und Europa Kompetenzfeststellungs- und Berufsorientierungsangebote für den Fachkräftenachwuchs. Auch im Bereich Umweltschutz hatten wir aufgrund unserer Umweltberichte und der dahinter stehenden Verbesserungen der Ökobilanz aber auch des schon längerfristigen Engagements unserer Hochschule auf diesem Gebiet die Daten schnell zusammengetragen. Das Thema Menschenrechte jedoch – was im internationalen Kontext der Lieferkette zurecht eine große Rolle spielt – war zunächst schwer zu übersetzen, denn schließlich sind wir als mittelständischer Bildungsdienstleister, der in Frankfurt sitzt, in der deutschen Gesetzgebung und den hiesigen Grundwerten verortet. Im Gespräch mit den Auditoren wurden aber auch hier anschauliche Bespiele deutlich (vgl. Abb. 2).

Erster hessischer Bildungsdienstleister erhält das Siegel! – Provadis-Zertifikat Q3SQ

Nachhaltigkeit in der BerufsausbildungEnde September war es dann soweit: Als erster hessischer Bildungsdienstleister haben wir das neue Qualitätssiegel Q3SQ erhalten und sind stolz darauf (vgl. Abbildung 3). „Ein hohes Qualifizierungsniveau der Beschäftigten ist in der chemischen Industrie entscheidend, um nachhaltig und zukunftsorientiert zu arbeiten“, sagte Ralf Erkens, Bezirksleiter Rhein-Main der IG BCE, bei der Verleihung des Siegels. Und Dr. Andreas Ogrinz, Geschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC), der der Verleihung gemeinsam mit seinem für Nachhaltigkeit bei der HessenChemie zuständigen Kollegen, Daniel Schubert, beiwohnte, bezeichnete das Bildungsangebot von Provadis als ein vorbildliches Beispiel gelebter Nachhaltigkeit, das entscheidend zum Erfolg der Brancheninitiative Chemie³ beitrage.

Wir freuen uns, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben! Das Siegel ergänzt sinnvoll unsere bisherigen Zertifizierungen und ist gut für unsere Kunden, gut für unsere eigene Weiterentwicklung, gut für das Aufzeigen vorhandener sozialer, ökologischer und qualitativer Standards – auch im Vergleich zum Wettbewerb im Bildungssektor und es unterstützt das Engagement der Chemiesozialpartner im Rahmen von Chemie³.

Abb. 3: Q3SQ-Zertifikat von Provadis

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Nachhaltigkeit in der Berufsausbildung: Ausbildung überfachlicher Qualifikationen

Ausbildung überfachlicher Qualifikationen: Provadis - Schule und Beruf Frankfurt

Fachkräfteentwickler der Industrie zu sein, bedeutet für Provadis nicht nur die fachliche Qualifizierung junger Menschen zu verantworten, sondern insbesondere auch überfachliche Qualifikationen auszubilden. Eine solche Qualifikation sehen wir in der Weiterentwicklung, Verstetigung und Implementierung des Themenbereichs Nachhaltigkeit in der Ausbildung.

Auszubildende und Ausbildungspersonal wollen wir für einen nachhaltigen, verantwortungsbewussten und reflektierten Umgang mit Menschen und Ressourcen sensibilisieren. Dabei befinden wir uns in bester Gesellschaft mit dem UNESCO Weltaktionsprogramm: Ausbildung überfachlicher Qualifikationen – Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die UN rief 2005 die UN-Dekade für Nachhaltige Berufsbildung aus und spätestens damit wurde deutlich, dass Nachhaltigkeit für die Berufsausbildung relevant wird. Gleichzeitig ist Corporate Social Resposibility (CSR) und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen durch die Verabschiedung der EU-Richtlinie zur CSR-Berichterstattung zumindest für große Unternehmen mehr als nur Beiwerk.

Unternehmen bestehen aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und diese werden ausgebildet. Wenn Unternehmen nachhaltig wirtschaften wollen und müssen, dann muss auch die Belegschaft früh mit dem Thema Nachhaltigkeit in Kontakt kommen.Provadis entwickelt Ansätze und Modelle, wie Nachhaltigkeit in die Berufsausbildung integriert werden kann. Dabei versteht Provadis Nachhaltigkeit in seiner sozialen, ökonomischen und ökologischen Dimension gleichermaßen. → provadis.de/top-themen/bildungsprojekte/nachhaltigkeit-in-der-berufsausbildung/

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Berufsorientierung: Welcher Weg passt zu meinen Stärken?

Was will ich werden, wenn ich groß bin? Glücklich! Ein schönes Ziel, doch welcher Weg ist der richtige und verspricht Glück und Erfolg? Am Ende ihrer Schulzeit stehen die Jugendlichen vor dieser schwierigen Entscheidung: studieren oder eine Berufsausbildung machen? Glaubt man den demografischen Zahlen, scheinen mittlerweile mehr als die Hälfte der Schulabgänger davon auszugehen, dass ein Hochschulstudium die beste Voraussetzung für den beruflichen Erfolg bietet. Denn die Zahlen der Studenten an unseren Universitäten wachsen stetig, aber leider auch die der Studienabbrecher.

Berufswege, Berufsorientierung Chemie

Wie es gelingen kann, junge Menschen frühzeitig bei ihrer Berufsorientierung zu begleiten und gemeinsam den passenden Berufsweg zu finden, darüber diskutierten Eltern, Lehrer und Industrievertreter beim Forum „Wirtschaft trifft Schule“ bei Provadis. „Nicht wenige sind mit dem Übergang von der Schule in den Beruf unabhängig von Zeugnis und Noten schlichtweg überfordert“, sagte die Wiesbadener Stadträtin Rose-Lore Scholz. Deshalb sei es so wichtig, dass Schule, Eltern und Wirtschaft bei der Berufsorientierung individuell unterstützen und noch enger zusammenarbeiten. Die Eltern spielen bei der Wahl des Berufswegs als wichtiger Ratgeber eine entscheidende Rolle, betonte auch Oberstudienrat Helmut Walter vom Wolfgang-Ernst-Gymnasium in Büdingen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Schüler für Ratschläge aus der Berufspraxis aufgeschlossen sind“, sagte Christine Georg, Schulleiterin der Heinrich-Kraft-Schule Frankfurt. Die Schüler profitieren vor allem von den Gesprächen mit den Ausbildern und Azubis in den Betrieben, so ihre Beobachtung. → mehr lesen

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Unterstützung bei der Berufsorientierung in der Chemie

Provadis - Schule und Beruf Frankfurt

Der Bildungsdienstleister Provadis, Hessens größter privater Aus- und Weiterbilder mit eigener Hochschule, präsentiert auf seiner neuen Webseite www.provadis/themenwelten.de umfassende Informationen zum Thema Berufsorientierung und Berufswahl.

Soll ich nach der Schule studieren oder mit einer dualen Ausbildung in den Beruf starten? Viele junge Leute sind überfordert, ohne Begleitung die richtige Entscheidung für sich zu treffen. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig Angebote der Berufsorientierung wahrzunehmen. Der Fachkräfte-Entwickler Provadis am Industriepark Höchst will mit vielfältigen Angeboten Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Eltern dabei unterstützen.

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Zukunft von Arbeit und Bildung

Umfassende Veränderung durch Digitalisierung in der Bildung

Zukunft von Arbeit und Bildung - ARD Themenwoche - ProvadisBildung wird zu den Branchen gezählt, in der das Thema Digitalisierung, unter anderem nach Ansicht des Fraunhofer Institutes IAO Stuttgart, in absehbarer Zeit größere Umwälzungen und Innovationen erwarten lässt. Dies betrifft die allgemeine Bildung und die Form, wie in der Schule gelernt werden wird ebenso, wie die Aus- und Weiterbildung im Betrieb oder die Hochschulbildung.

So sind zum Beispiel Erfolg versprechende Modelle aus den USA bekannt, die versuchen, das alte Dilemma aus mangelnden Lehrerressourcen, zunehmender Vielfalt der Schülerschaft und nötiger individueller Betreuung in der allgemeinbildenden Schule durch Digitalisierung zumindest zu verbessern. Aber auch beim Online-Lernen in Beruf und Hochschule tut sich einiges. Beispielsweise Jörg Träger von der Bertelsmann Stiftung fasst diese ersten erkennbaren Entwicklungen gut in seinem Buch „Die digitale Bildungsrevolution“ zusammen. Sicher wird sein, dass die Digitalisierung neue Chancen für das Lernen und die Methoden bietet, insbesondere, wenn man davon ausgeht, dass informelles Lernen auch an Bedeutung gewinnen wird, wie es in den gängigen Studien zum Weiterbildungsverhalten innerhalb und außerhalb des Betriebes schon länger nahe legen; z. B. https://www.bmbf.de/pub/Weiterbildungsverhalten_in_Deutschland_2014.pdf . Wir werden auch aufgrund der sich beschleunigenden Innovationszyklen öfter, schneller und zunehmend vor Ort im betrieblichen Umfeld Lernprozesse gestalten. → mehr lesen

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Provadis: Welcher Weg passt zu meinen Stärken?

ProvadisWas will ich werden, wenn ich groß bin? Glücklich! Ein schönes Ziel, doch welcher Weg ist der richtige und verspricht Glück und Erfolg? Am Ende ihrer Schulzeit stehen die Jugendlichen vor dieser schwierigen Entscheidung: studieren oder eine Berufsausbildung machen? Glaubt man den demografischen Zahlen, scheinen mittlerweile mehr als die Hälfte der Schulabgänger davon auszugehen, dass ein Hochschulstudium die beste Voraussetzung für den beruflichen Erfolg bietet. Denn die Zahlen der Studenten an unseren Universitäten wachsen stetig, aber leider auch die der Studienabbrecher.

Wie es gelingen kann, junge Menschen frühzeitig bei ihrer Berufsorientierung zu begleiten und gemeinsam den passenden Berufsweg zu finden, darüber diskutierten Eltern, Lehrer und Industrievertreter beim Forum „Wirtschaft trifft Schule“ bei Provadis. „Nicht wenige sind mit dem Übergang von der Schule in den Beruf unabhängig von Zeugnis und Noten schlichtweg überfordert“, sagte die Wiesbadener Stadträtin Rose-Lore Scholz. Deshalb sei es so wichtig, dass Schule, Eltern und Wirtschaft bei der Berufsorientierung individuell unterstützen und noch enger zusammenarbeiten. Die Eltern spielen bei der Wahl des Berufswegs als wichtiger Ratgeber eine entscheidende Rolle, betonte auch Oberstudienrat Helmut Walter vom Wolfgang-Ernst-Gymnasium in Büdingen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Schüler für Ratschläge aus der Berufspraxis aufgeschlossen sind“, sagte Christine Georg, Schulleiterin der Heinrich-Kraft-Schule Frankfurt. Die Schüler profitieren vor allem von den Gesprächen mit den Ausbildern und Azubis in den Betrieben, so ihre Beobachtung.

Hans-Joachim Bärenfänger, Mitglied des Landeselternbeirats, beschrieb die schwierige Aufgabe der Eltern, auf der einen Seite zu erkennen, was die Kinder wollen und auf der anderen Seite den Ansprüchen der Wirtschaft und Gesellschaft gerecht zu werden. Die Vermittlung einer zukunftsfähigen Bildung sei Aufgabe der Schule, und die Wirtschaft müsse ausreichende Praktikums- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Frühzeitige Praxiserfahrungen in Betrieben helfen zusätzlich, Interessen und Stärken zu erkennen. Als größter Bildungsdienstleister in Hessen bietet Provadis allein und gemeinsam mit Kooperationspartnern vielfältige Orientierungsangebote und informiert auf Wunsch auch direkt vor Ort in den Realschulen oder Gymnasien.

Chemieindustrie: attraktiv und vielversprechend

Noch immer wissen viele Eltern und Jugendliche zu wenig über die Möglichkeiten, die eine berufliche Ausbildung beispielsweise in der chemisch-pharmazeutischen Industrie bietet, ist Dr. Udo Lemke, Geschäftsführer der Provadis am Industriepark Höchst, überzeugt. Nach seiner Auffassung sollten auch die Lehrer ihre Schüler nicht nur über das Studium, sondern stärker auch über berufliche Ausbildung beraten. So sind beispielsweise am IndustriestandortProvadisFrankfurt-Höchst 80 Prozent der Arbeitskräfte Facharbeiter und „nur“ 20 Prozent Akademiker. „Wir arbeiten daran, dass das auch so bleibt, aber es fällt zunehmend schwerer, qualifiziertes Fachpersonal auszubilden, weil die Studierneigung zunimmt“, erklärte Dr. Lemke. Dabei ist eine berufliche Ausbildung heute noch viel stärker als früher eine ideale Basis für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung. Denn durch die Schulformverschiebung ist der Weg bis zum Studium auch ohne Abitur offen. Wer sich beispielsweise als ausgebildete Chemiefachkraft heute parallel zum Beruf mit Meisterkursen fortbildet oder ein duales Studium absolviert, hat genau die gleichen Aufstiegsmöglichkeiten wie ein Akademiker. An der Provadis Hochschule im Industriepark Höchst gibt es zahlreiche Absolventen, die durch das berufsbegleitende Studium eine Position übernehmen konnten, die früher nur für Absolventen der Universitätsstudien erreichbar war. Wichtig ist es, den Beruf zu wählen, der den Neigungen entspricht – die Entwicklungsmöglichkeiten sind dann vielfältig und jeweils individuell.
Mehr dazu erfahren Sie im Provadis Bildungsreport.

Neue Ausbildungsprogramme auch im Handel

Um Abiturienten eine attraktive Ausbildungs-Alternative zu bieten, geht Provadis seit einiger Zeit auch im Handel neue Wege. Zusätzlich zu den dualen Studiengängen an der Provadis Hochschule hat der Bildungsexperte gemeinsam mit der Lidl Vertriebs-GmbH & Co. KG Alzenau und der Ludwig-Erhard-Schule in Frankfurt sowie der IHK Frankfurt mit der Qualifizierung zum Handelsfachwirt/-in ein vielversprechendes Programm entwickelt. Das Besondere an diesem neuen Berufsmodell ist die Kombination aus dualer Ausbildung und anschließender Fortbildung sowie insgesamt drei Prüfungsabschlüssen in nur drei Jahren. „Das Abiturientenprogramm ist anspruchsvoll, weil man in kurzer Zeit viele Lerninhalte erarbeiten muss“, sagt die 24-jährige Sabine Martel, die gerade die Fortbildungsphase bei Provadis absolviert. „Ich bin froh, dass ich mich dafür entschieden habe, weil ich so die Voraussetzungen erhalte, in naher Zukunft eine Führungsposition im Einzelhandel zu übernehmen.“ Auch der 20-jährige Florian Sauter ist von dem Programm überzeugt: „Als Alternative zum Studium ist es ideal und lukrativ, weil man schon Geld verdienen kann und drei Prüfungen in nur drei Jahren absolviert“, sagt er. „Das Lernen in der kleinen Gruppe ist intensiv und macht viel Spaß.“

 

Weitere Infos: Schule und berufliche Bildung

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Angebote zur Berufsorientierung rechtzeitig nutzen

Ausbildung mit ZukunftWas kommt nach der Schule – eine Berufsausbildung oder ein Studium? Diese Frage stellen sich zwar viele Schülerinnen und Schüler, aber den für sie passenden Weg alleine zu finden ist schwer. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig Angebote zur Berufsorientierung zu nutzen. Ann-Kathrin Löw hatte das MINT Girls Camp von der Sportjugend Hessen in Kooperation mit Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH besucht. Heute ist sie bereits im zweiten Ausbildungsjahr zur Chemielaborantin im Industriepark Höchst.
In der Realschule in Bad Camberg waren Mathe und Chemie die Lieblingsfächer der 19-jährigen Ann-Kathrin Löw. „Ich fand es damals schon spannend, wenn man zwei Substanzen zusammengebracht hatte, und dann daraus etwas Neues entstanden ist“, erzählt sie. Durch ihre Mutter wurde sie aufmerksam gemacht auf das MINT Girls Camp. Dieses Projekt wird von der Sportjugend Hessen und dem Bildungsdienstleister Provadis an verschiedenen hessischen Standorten durchgeführt. Finanziert wird es vom Land Hessen unter Einsatz von Mitteln des Europäischen Sozialfonds und mit Mitteln der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit. Das MINT Girls Camp ermöglicht Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren, durch ein abwechslungsreiches Programm erste Einblicke in die Berufswelt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu gewinnen. Für den praktischen Teil ist Provadis verantwortlich: „Vor allem Mädchen sind nach wie vor zurückhaltend in Bezug auf MINT-Berufe“, sagt Provadis-Mitarbeiter Jürgen Möller. „Wir wollen mit dem Girls Camp Türen öffnen und die Berufsmöglichkeiten bekannter machen.“

MINT Girls Camp

Ann-Kathrin Löw gehörte zu den 20 Schülerinnen, die in den Herbstferien 2011 am ersten MINT Girls Camp in Darmstadt teilgenommen haben. Viele Experimente und praktische Übungen standen auf dem Programm. Unter anderem haben sie ein Verlängerungskabel selbst gebaut, ein Türschild aus Aluminium gefeilt oder versucht, ein Navigationssystem zu programmieren. „Am meisten begeistert hat mich der Chemie-Teil“, erinnert sich Ann-Kathrin. Deswegen hat sie gleich im Anschluss einen weiteren Ferienkurs bei Provadis gemacht. In dieser abwechslungsreichen Woche hat sie so richtig Laborluft schnuppern können und sogar Paracetamol selbst hergestellt. „Ich habe gemerkt, dass mir diese Arbeit Spaß macht und mich dann für eine Ausbildung zur Chemielaborantin entschieden.“ Den Schritt hat sie bis heute auf keinen Fall bereut. Mittlerweile ist Ann-Kathrin Löw im zweiten Ausbildungsjahr und arbeitet für einen Farbenhersteller im Industriepark Höchst. Für sie ist es spannend zu sehen, welchen Einfluss diese Produkte auf unser Leben haben. Vor allem das eigenständige analytische Arbeiten im Labor gefällt ihr gut. „Wenn ich nicht das Girls Camp gemacht hätte, wäre ich sicher nicht alleine auf diesen Beruf gekommen“, sagt sie. „Ich kann nur allen raten, rechtzeitig aktiv zu werden und Interesse zu zeigen.“ Ausbildungsbegleitend macht sie zurzeit noch ihr Fachabitur und will später die Fortbildung zur Chemietechnikerin absolvieren.

Viele Informationsangebote über MINT-Ausbildungsberufe

Um festzustellen, welche Berufswege in Frage kommen, können sich Schüler und Eltern zum Beispiel über viele Informationsangebote der Hessischen MINT-Aktionslinie orientieren. „Oft haben die jungen Leute keine Vorstellungen, wohin sie ihr Schulwissen führen kann, weil in der Schule kaum eine praxisnahe Reflexion auf die Berufswelt stattfindet“, sagt Projektleiter Jürgen Möller. „Wir bieten daher bei Provadis und in Zusammenarbeit mit Partnern vielfältige praxisorientierte Angebote zur Berufsorientierung.“ Eine erfolgreiche Serie neben den MINT Girls Camps sind die Workshops „MINT-Die Stars von Morgen“ in Zusammenarbeit mit den hessischen Science Centern in Frankfurt, Gießen, Marburg und Kassel. Mit einem abwechslungsreichen Programm bietet das Projekt anhand von spannenden Experimenten Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klassen von Real- und Gesamtschulen eine frühzeitige Berufsorientierung für MINT-Ausbildungsberufe.

Alles über den gut vorbereiteten Einstieg in das Berufsleben erfahren Schülerinnen, Schüler und Eltern an den Berufsinformationstagen bei Provadis. Seit 2015 arbeitet Provadis außerdem mit einem Team von Schulkoordinatoren zusammen und macht auf Wunsch auch Klassenbesuche, die eine sinnvolle Ergänzung zur schulischen Vorbereitung auf das Thema Berufswahl sind. „Es ist wichtig, die Kinder mit diesem Thema nicht alleine zu lassen“, weiß Jürgen Möller. Auch die Unterstützung der Eltern hält er für essentiell, damit dann am Ende der Berufseinstieg gelingt.
Nähere Informationen zu allen Provadis-Angeboten gibt es unter www.provadis.de/berufsorientierung

Weitere Infos unter Schule und berufliche Bildung

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